Im Kampf um neue Kunden setzen Kfz-Versicherer auf immer neue Innovationen. Die neueste testet gerade die DBV-Winterthur auf ihre Tauglichkeit für den deutschen Markt, wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet. Bei den neuen Tarifen überwacht eine im Wagen angebrachte Blackbox das Nutzungsverhalten des Versicherungskunden.
Die Blackbox zeichnet mit Hilfe des Ortungssystems GPS die gefahrenen Kilometer, den Streckentyp, die Geschwindigkeit und das sonstige Fahrverhalten des Kunden auf. Je nach Nutzungsprofil und Schadenverlauf wird dann am Jahresende ein Teil der Prämie erstattet. Die Assekuranzen erhoffen sich von den Überwachungsmaßnahmen einen Disziplinierungseffekt, der dann wiederum für weniger Schäden sorgen soll. Die Kosten für die Blackbox betragen 220,- Euro, die sich für den Kunden innerhalb von maximal 2 Jahren amortisiert haben sollen.
Auch die WGV-Versicherung will vor allem Fahranfänger unter Bewachung stellen. Ab Januar 2007 können 1.500 von ihnen im Rahmen einer Testphase bis zu 30 Prozent bei der Versicherung sparen, wenn sie sich an Tempolimits halten. Dies wird von der Blackbox überwacht. Der britische Versicherer Norwich Union ist über die Testphase bereits hinaus. Der Anbieter offeriert seinen Kunden eine satellitengestützte Police, bei der kilometergenau abgerechnet wird. Für junge Fahrer unter 23 Jahren wird es bei diesem Tarif insbesondere nachts teuer. Der Kilometer wird zwischen 23 und 6 Uhr mit 1,50 Euro abgerechnet. Der Versicherer begründet dies damit, dass in dieser Zeit die meisten Unfälle auf das Konto von unter 23-jährigen gehen.
BGH-Urteil: Reise-Umbuchungen bleiben teuer
Der BGH hat ein wichtiges Urteil in Sachen Reiseum...
mehr